Veröffentlicht am 29.09.2009

Lloyd Fonds reduziert Schiffspipeline deutlich

 

Hamburg, 29. September 2009. Die Lloyd Fonds AG passt ihre Schiffspipeline der weltweit schwachen Schifffahrtskonjunktur an. Die Pipeline des Hamburger Emissionshauses verringert sich um rund 30 Prozent, die neue Planung sieht für die nächsten drei Jahre 21 Ablieferungen statt der bisher projektierten 29 Schiffe vor. Dies senkt das Haftungsrisiko aus der Schiffspipeline deutlich.

Reduktion des Pipeline-Volumens um 458,8 Millionen US-Dollar
Bei den insgesamt acht Schiffen handelt es sich um vier Massengutfrachter mit einer Kapazität von 118.000 dwt sowie vier Containerschiffe mit einer Stellplatzkapazität von 3.400 TEU mit einem Bestellvolumen von insgesamt 458,8 Millionen US-Dollar. Das Bestellvolumen der Lloyd Fonds AG reduziert sich um 21 Prozent. Das Haftungsvolumen, das allein auf die Lloyd Fonds AG entfällt, verringert sich auf 281 Millionen Euro.

Darüber hinaus verhandelt das Unternehmen über deutliche Kaufpreisreduktionen, bei sechs Schiffen konnte eine Verschiebung der Ablieferung um ein bis zwei Jahre erreicht werden. "Wir passen die Schiffspipeline des Unternehmens kontinuierlich den aktuellen Rahmenbedingungen des Marktes an, die jetzigen Ergebnisse sind ein erster Teilerfolg“, sagte Dr. Torsten Teichert, Vorstandsvorsitzender der Lloyd Fonds AG.

Deutlich weniger Ablieferungen für Weltmarktflotte erwartet
Die Schifffahrtsmärkte kämpfen in der bislang schwersten Schifffahrtskrise mit massiven Überkapazitäten. Marktexperten gehen derzeit von über 500 beschäftigungslosen Containerschiffen aus. Der Auftragsbestand für Containerschiffe liegt in den Orderbüchern beispielsweise bei 1.100 Schiffen. Laut ISL (Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik) werden im Jahr 2009 insgesamt 382 Containerschiffe abgeliefert, für das Jahr 2010 werden noch 358 Containerschiffe erwartet. Marktschätzungen zufolge werden sich die Schifffahrtsmärkte erst ab dem Jahr 2012 langsam wieder erholen. Nach Schätzung des ISL werden aber rund 20 Prozent der Gesamtflotte voraussichtlich nicht zur Ablieferung kommen.

"Schließt man von den Veränderungen in der Pipeline der Lloyd Fonds AG und der Aussage des ISL auf die Aktivitäten im Gesamtmarkt, kann von einem wesentlich früheren Eintritt des Marktgleichgewichtes ausgegangen werden. Denn in den ursprünglichen Prognosen der Ablieferungen ist die aktuelle Reduzierung der bestellten Schiffe durch Marktteilnehmer noch nicht enthalten. Es ist daher davon auszugehen, dass ein beachtlicher Anteil der weltweiten Orderpipeline gar nicht zur Ablieferung kommen wird“, sagte Teichert.

Auftragsbestand des Schiffsportfolios der Lloyd Fonds AG *

  • 4 Containerschiffe mit 3.600 TEU
  • 6 Containerschiffe mit 12.800 TEU
  • 3 Bulker mit 35.000 dwt
  • 2 Bulker mit 79.600 dwt
  • 6 Bulker mit 92.500 dwt

* Stand 29. September 2009

Holland Utrecht


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